Lockdown, impfen, planen, hoffen

Mitte Januar 2021 und der Lockdown wird wohl noch einige Zeit weitergehen. Planungen für die nächsten Wochen und Monate sind fast unmöglich. So gerne ich das anders sehen würde. Aber es gibt ja auch noch die Hoffnung, dass durch das Impfen die Lage bald wieder normal wird. Doch die meisten von uns werden noch recht lange auf den Impftermin warten müssen. Und wie geht es weiter? Lockdown noch bis Ende Januar – das ist klar. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns noch auf eine längere und vielleicht (oder wahrscheinlich) härtere Zeit einstellen müssen. Es geht ja wohl nicht anders. Ich habe mittlerweile das Gefühl, in einer Blase zu leben und das Leben außerhalb der Blase ist irgendwie surreal, unecht und gefährlich.

Bei den einfachsten Besuchen in der Welt da draußen, bekomme ich mittlerweile komische Zustände. Ich bin nicht mehr entspannt, wenn ich einkaufen gehen muss. Ich reagiere schon fast aggressiv und verwirrt, wenn mir jemand etwas näher kommt. Das ist wirklich beängstigend, wie ich, eine Person, die sehr gerne unter Leuten ist, mich immer weiter von den Menschen entferne. Dabei warte ich sehnsüchtig auf die Zeit, in der ich wieder alle umarmen und herzlich begrüßen kann.

Mir fehlen meine Familie, meine Kinder, meine Freundinnen, Kolleginnen und Kollegen. Mir fehlt der unkomplizierte Umgang mit anderen Menschen!!! Treffen, lachen, singen, tanzen – einfach ausgelassen mit anderen zusammen sein. Jetzt merkt man erst, wie privilegiert wir immer waren. Das war alles so selbstverständlich!

Viel schlimmer ist es aber, wenn ich an alle denke, die durch die Pandemie (zu all dem, was jeder durchmacht) ihre Gesundheit, ihr Leben, die Arbeit oder Existenzgrundlage verlieren. Es ist eine so unfaire Sache. Keiner kann etwas dafür, wenn es ihn erwischt. Die vielen Selbstständigen, die ihr Lebenswerk verschwinden sehen – es ist zum Heulen. Ich bewundere alle, die das irgendwie bewältigen und nicht aufgeben. Da ist für mich eine kleine Wartezeit, bis es wieder losgehen kann, gut zu verkraften.

Deshalb werde ich mich auch auf jeden Fall impfen lassen, sobald ich an der Reihe bin. Auch wenn das noch dauert, mache ich Pläne für das zweite Halbjahr. Die Zeit bis dahin nutze ich für Vorbereitungen, Weiterbildung, Information und für Projektplanung statt für die Organisation von Events. Ich bin auch immer noch kreativ unterwegs. Das ist tatsächlich eine tolle Ablenkung und bringt Talente in mir hervor, die ich gar nicht geahnt habe.

Für mich gilt: Nicht den Kopf Sand stecken. So hart es einen auch trifft, trotzdem an die Zukunft denken und wieder positive Dinge planen. Und anderen helfen, wo man kann. Manchmal hilft ein Anruf, eine Postkarte (ja, das gibt es auch noch) oder ein kleines Geschenk. Und immer daran denken: Wir haben es in Deutschland trotz allem noch wirklich gut.

Bleibt gesund!!!

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